Nachhaltigkeit ist kein „Nice-to-have“. Aspekte wie Ressourcenschonung, faire Arbeitsbedingungen und regionale Wertschöpfung gewinnen im Tourismus zunehmend an Bedeutung. Gäste achten zunehmend auf konkrete Maßnahmen wie eine ressourcenschonende Betriebsführung, zertifizierte Umweltstandards und faire Arbeitsbedingungen. Partner legen Wert auf transparente und faire Lieferbeziehungen. Gleichzeitig bieten nachweisbare Maßnahmen in den Bereichen Umwelt, Soziales und Unternehmensführung die Möglichkeit, das eigene Angebot langfristig wettbewerbsfähig zu positionieren. Entscheidend ist nicht allein, was umgesetzt wird, sondern auch, wie darüber gesprochen wird.  

Gute Kommunikation 

  • schafft Vertrauen (Transparenz statt Greenwashing),
  • zeigt die Relevanz von Angeboten (Mehrwerte für Gesundheit, Genuss, regionale Erlebnisse, Barrierefreiheit),
  • stärkt das Image des Unternehmens als attraktiver Arbeitsort (z. B. durch transparente Arbeitsbedingungen, Weiterbildungsmöglichkeiten und eine wertschätzende Teamkultur),
  • unterstützt Lenkung & Verhalten (z. B. Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln, Nutzung von Mehrwegangeboten und Reduzierung von Energie-, Wasser- und Materialverbrauch) und
  • macht Leistung sichtbar (Kennzahlen und Fortschritte).

Genau hier setzt die Kommunikationstoolbox an: Sie unterstützt dabei, konkrete Maßnahmen und nachweisbare Ergebnisse aus den Bereichen Umwelt, Soziales und Unternehmensführung verständlich, glaubwürdig und motivierend zu kommunizieren.

Was ist die Toolbox? Inhalte und aussichten

Die Kommunikationstoolbox bietet praxisorientierte Textbausteine und Empfehlungen für die Nachhaltigkeitskommunikation von Beherbergungs- und Gastronomiebetrieben sowie Freizeit- und Kultureinrichtungen in NRW. Die Inhalte sind nach den Bereichen Website, Social Media und Kommunikation vor Ort gegliedert.

Textbausteine & Content-Vorlagen

für Website, Social-Media, E-Mail-Signaturen 
und Buchungsbestätigungen

Gestaltungs- und Umsetzungsbeispiele

aus dem Betriebsalltag 

Mini-
Erfolgsgeschichten

als Inspiration für nächste Schritte

Leitlinien & 
Dos/Dont’s

der nachhaltigen Kommunikation 

Was bringt die Toolbox meinem Betrieb?Vorteile für den Betrieb

Zeitsparen

fertig formulierte Textbausteine, sofort einsetzbar in Social-Media-Kanälen 

Einheitliches Wording 

Botschaften aus einem Guss, vom Empfangsschild bis zum Instagram-Post

Sichtbarkeit & Profil

Die eigene Haltung wird erlebbar für Stammgäste, neue Zielgruppen und Partner 

Nebelschwaden ziehen durch die Wälder im Bergischen Land, aufgenommen auf der Dreitälertour.
© Tourismus NRW e.V./Johannes Höhn

Einführung in die Nachhaltigkeitskommunikatione-Learning Video

Das Video erklärt kompakt, wie Nachhaltigkeitskommunikation richtig umgesetzt wird und einen glaubwürdigen Eindruck erzeugt.   

Nachhaltigkeit Kommunizieren - ein Überblick

DOs and DON´Ts   Der Nachhaltigkeitskommunikation

Kompaktes Wissen zum MitnehmenJetzt herunterladen und Loslegen!

  • Dos & Don'ts der Nachhaltigkeitskommunikation - Check-Liste: Um die oben vorgestellte Check-Liste auch in den Betrieb einzubringen, steht diese hier noch einmal als Download zur Verfügung.

Nachhaltigkeitskommunikation entlang der gesamten Customer Journey denken 

Von der Inspiration bis zur Kundenbindung 

Nachhaltigkeit beginnt nicht erst im Betrieb vor Ort. Bereits auf Website, Messen oder Social Media lässt sich zeigen, welche Bedeutung nachhaltiges Handeln hat und wie ein Team es lebt. 

Maßnahmen, Erfolge und der Nutzen für Gäste sollten sichtbar gemacht werden, damit das Erlebte zum Versprochenen passt. Kontinuität entsteht, wenn regelmäßig über neue Nachhaltigkeitsmaßnahmen informiert und Beteiligungsmöglichkeiten der Gäste gezeigt werden.

Auf Buchungsportalen empfiehlt sich die prominente Platzierung von Zertifikaten unabhängiger und transparenter Zertifizierungssysteme, sofern diese vorliegen, da solche Nachweise für viele Gäste ein relevantes Entscheidungskriterium sein können.

Nebelschwaden ziehen durch die Wälder im Bergischen Land, aufgenommen auf der Dreitälertour.
© Tourismus NRW e.V./Johannes Höhn

Rechtssicherheit in der NachhaltigkeitskommunikationEmpco und das uwg

Die sogenannte EmpCo-Richtlinie der Europäischen Union setzt ab dem 27. September 2026 neue Vorgaben und strengere Maßstäbe für Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen – dies betrifft alle touristische Akteure wie Hotels, Reiseveranstalter und Destinationen. Ihr Ziel ist es, Verbraucher:innen besser vor irreführenden Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen zu schützen und Greenwashing einzudämmen. Nicht nur die Glaubwürdigkeit eines Unternehmens steht auf dem Spiel: Auch rechtliche Sanktionen und Bußgelder sind eine Folge solcher Falschaussagen. 

Dies gilt für alle Kommunikationswege wie zum Beispiel Websites, Social-Media-Kanäle, Prospekte und Speisekarten. 

Künftig dürfen solche Aussagen demnach nicht mehr ohne Weiteres verwendet werden. Wer mit Umweltvorteilen wirbt, muss konkret benennen und belegen können, was dahintersteckt

Die neuen Vorgaben sind aber auch eine Chance, die eigene Kommunikation grundlegend zu überprüfen: weg von möglichst großen grünen Versprechen, hin zu konkreten, nachvollziehbaren und glaubwürdigen Aussagen. 

Um die eigene Kommunikation zu überprüfen und gegebenenfalls anzupassen, kann man sich an folgenden Punkten orientieren: 

Allgemeine Umweltaussagen brauchen eine Grundlage 

Pauschale Begriffe wie „umweltfreundlich“, „nachhaltig“ oder „klimafreundlich“ werden deutlich stärker reguliert. Unternehmen müssen nachvollziehbar darlegen können, was eine solche Aussage konkret bedeutet und worauf sie beruht. Statt allgemeiner Versprechen sind deshalb möglichst präzise und belegbare Aussagen gefragt. 

Strengere Vorgaben für Nachhaltigkeitssiegel 

Auch bei Siegeln und Labels steigen die Anforderungen. Nachhaltigkeitssiegel dürfen künftig grundsätzlich nur eingesetzt werden, wenn sie auf einem Zertifizierungssystem beruhen, welches von einer unabhängigen Dritten Partei geprüft wird. Eigene Nachhaltigkeitslabels ohne entsprechende Grundlage können damit zum rechtlichen Risiko werden. 

Zukunftsversprechen müssen überprüfbar sein 

Aussagen wie „CO₂-neutral bis 2030“ oder andere Versprechen über künftige Umweltleistungen dürfen nicht allein Absichtserklärungen bleiben. Sie müssen durch einen realistischen und öffentlich zugänglichen Umsetzungsplan gestützt werden. Dazu gehören messbare und zeitgebundene Ziele sowie eine regelmäßige Überprüfung durch unabhängige Sachverständige. 

Kompensation allein reicht nicht aus 

Besonders relevant ist die Neuregelung für Aussagen zur Klimaneutralität: Produktbezogene Aussagen, nach denen ein Angebot aufgrund der Kompensation von Treibhausgasemissionen eine neutrale, verringerte oder positive Auswirkung auf die Umwelt habe, werden künftig untersagt. Für touristische Angebote, die bislang beispielsweise mit „klimaneutralen Übernachtungen“ oder vergleichbaren Aussagen werben, besteht daher besonderer Prüfbedarf. 

Nebelschwaden ziehen durch die Wälder im Bergischen Land, aufgenommen auf der Dreitälertour.
© Tourismus NRW e.V./Johannes Höhn

Passende Tipps für deinen Betrieb

Im Folgenden haben wir, auf die Bereiche Beherbergungs- und Gastronomiebetriebe sowie Freizeit- und Kultureinrichtungen in NRW  entsprechend abgestimmte Inhalte, zusammengestellt,  welche die Kommunikation nachhaltiger Maßnahmen erleichtern sollen.

Holzhaus im Bergdorf Liebesgrün im Sauerland
© Tourismus NRW e.V.

Beherbergungsbetriebe

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Gastronomiebetriebe

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Blick von oben das begrünte und begehbare Dach der Bundeskunsthalle in Bonn mit drei bläulichen, zugespitzten Lichtkegeln.
© Tourismus NRW e.V.

Freizeit- und Kultureinrichtungen

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Tourist-Information und Destinationsmanagementorganisation

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Nebelschwaden ziehen durch die Wälder im Bergischen Land, aufgenommen auf der Dreitälertour.
© Tourismus NRW e.V./Johannes Höhn

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