Das Thema Nachhaltigkeit hat in den vergangenen Jahren große mediale Aufmerksamkeit erfahren und ist dadurch ins Bewusstsein vieler Menschen gerückt, dabei ist es nicht neu. Grund für die erhöhte Aufmerksamkeit dürfte der immer sichtbarer werdende Klimawandel sein, der die Erkenntnis reifen lässt, dass etwa im Ressourcenverbrauch ein Umsteuern nötig ist. 

 

Nachhaltigkeit – Was ist das?

Nachhaltigkeit ist ein auf Langfristigkeit ausgelegtes Denk- und Handlungsprinzip, das auf eine verantwortungsvolle Nutzung von Ressourcen abzielt. Dabei sollen die Bedürfnisse der heutigen Generation erfüllt werden, ohne zu riskieren, dass künftige Generationen ihre eigenen Bedürfnisse nicht befriedigen können. Erstmals formuliert wurde das Konzept im sogenannten Brundtland-Bericht von 1987, der von der Weltkommission für Umwelt und Entwicklung der Vereinten Nationen veröffentlicht wurde. Auch das Umweltbundesamt definiert Nachhaltigkeit in dieser Art und Weise.  

Große Zustimmung erhält im Zusammenhang mit dem Thema Nachhaltigkeit das Drei-Säulen-Modell. Danach sind für eine nachhaltige Entwicklung nicht nur ökologische, sondern auch ökonomische und soziale Aspekte bedeutsam und müssen gemeinsam betrachtet und gemanagt werden. Ziel ist es demnach, eine Balance zwischen wirtschaftlichem Wachstum, sozialer Gerechtigkeit und Umweltschutz zu erzielen, um eine lebenswerte Zukunft für alle zu schaffen. Auf konkrete Handlungen übertragen bedeutet dies beispielsweise, dass nachwachsende Ressourcen verwendet werden, und zwar nur in der Menge, in der sie auch nachwachsen können, dass daran gearbeitet wird, Chancengleichheit für alle zu schaffen, oder dass Gewinne erwirtschaftet werden, ohne die dafür nötigen Ressourcen langfristig zu schädigen.  

Alle drei Dimensionen der Nachhaltigkeit spiegeln sich auch in den Sustainable Development Goals (Ziele für nachhaltige Entwicklung), kurz SDGs, der Vereinten Nationen wider. Sie wurden 2015 von den Mitgliedstaaten als Teil der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung verabschiedet und decken eine Vielzahl von Themen ab, darunter Armut, Bildung, Gesundheit, Gleichstellung der Geschlechter, sauberes Wasser und Sanitärversorgung, bezahlbare und saubere Energie, nachhaltige Städte und Gemeinden, Klimaschutz, Biodiversität, Frieden und Gerechtigkeit. Ihr Ziel ist es, unterschiedlichen Akteuren wie Ländern, Kommunen oder Betrieben als Orientierungspunkt zu dienen, um eine bessere Zukunft für die Menschheit zu schaffen, indem sie wirtschaftlichen Fortschritt, soziale Inklusion und Umweltschutz in Einklang bringen.

Icons der 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDG) der Vereinten Nationen
© UNO

Friedrun Erben und Gerhard de Haan haben 2014 in einem Artikel in der Zeitschrift „Aus Politik und Zeitgeschichte“ anschaulich zusammengefasst, welche drei Fragen gestellt werden sollten, um herauszufinden, ob man sich in Richtung nachhaltiger Entwicklungsprozesse bewegt oder nicht:

1. Führt das Handeln – ob individuell, auf Seiten der Wirtschaft, der politischen Steuerung, in den Institutionen – zur Reduktion des ökologischen Fußabdrucks (Footprint)?

2. Dient das staatliche, wirtschaftliche und zivilgesellschaftliche Handeln der Steigerung der Wohlfahrt und des Wohlbefindens, also der Verbesserung der Lebensqualität?

3. Befördert das Handeln in der Politik, in den Unternehmen, in den Institutionen und zivilgesellschaftlichen Zusammenschlüssen die Teilhabe aller an den Entscheidungs- und Gestaltungsprozessen (Handprint)? 

Was verstehen wir unter Nachhaltigkeit im Tourismus?

Das allgemeine Prinzip der Nachhaltigkeit lässt sich auch auf den Tourismus übertragen. In Anlehnung an die Definition der Welttourismusorganisation der Vereinten Nationen definiert Tourismus NRW nachhaltigen Tourismus als eine Form von Tourismus, die die heutigen und künftigen Auswirkungen des Handelns auf eine Destination in sozialer, ökologischer und ökonomischer Hinsicht einbezieht und dabei die Bedürfnisse der einheimischen Bevölkerung, der Tourist:innen, des Umfelds einer Destination und der (Tourismus-)Industrie berücksichtigt. Für die praktische Umsetzung bedeutet dies beispielsweise, dass Tourismus stets im Einklang mit der Natur stattfindet, dass Reisen und touristische Aktivitäten immer inklusiv und für alle gedacht und konzipiert werden oder dass von den Einnahmen durch Tourismus alle Beteiligten entlang der Wertschöpfungskette profitieren. Dabei ist es wichtig, dass alle am Tourismus beteiligten Akteure einschließlich Regierungen, Unternehmen und Gästen an der Förderung eines nachhaltigen Tourismus mitarbeiten.  

Blick von unten in Mammutbäume auf der Sequoiafarm in Kaldenkirchen am Niederrhein
© Tourismus NRW e.V./Johannes Höhn

Nachhaltigkeit beim Tourismus NRW

Auch die Geschäftsstelle des Tourismus NRW selbst sieht sich beim Thema Nachhaltigkeit in der Verantwortung. Das Nachhaltigkeitsteam hat daher unter Einbindung der Geschäftsführung und des gesamten Teams zehn Leitlinien erarbeitet, die den Mitarbeitenden als Orientierung für ihr Handeln dienen sollen.

Die Leitlinien sollen dabei helfen, die Prinzipien der Nachhaltigkeit in die täglichen Abläufe der Geschäftsstelle des Tourismus NRW zu integrieren, sodass negative Umweltauswirkungen nach und nach reduziert, soziale Verantwortung gefördert und die wirtschaftliche Nachhaltigkeit gestärkt werden können. Dadurch will die Geschäftsstelle des Verbands beim Thema Nachhaltigkeit eine Vorbildfunktion für den Tourismus einnehmen.

Die Nachhaltigkeitsleitlinien der Geschäftsstelle des Tourismus NRW Think global, act local!

  • Als Tourismus NRW e.V. übernehmen wir Verantwortung für eine zukunftsfähige Entwicklung des Tourismus. Unsere Nachhaltigkeitsleitlinien ergänzen unser bestehendes Leitbild.
  • Als Verein und touristischer Dachverband sehen wir die zukunftsfähige Entwicklung des Tourismus als Gemeinschaftsaufgabe und setzen auf partnerschaftliche Kooperationen und Netzwerke für die Schaffung eines umwelt- und sozialverträglichen sowie wirtschaftlichen Tourismus.
  • Wir wollen Nachhaltigkeit vorleben und nach außen tragen.
  • Für das tägliche Arbeiten in unserer Geschäftsstelle sensibilisieren und informieren wir unsere Mitarbeitenden zum Thema Nachhaltigkeit, um sie zu einem verantwortungsvollen Handeln zu befähigen.
  • Um einen Beitrag zu den globalen Entwicklungszielen zu leisten, erfassen, bewerten und überwachen wir unseren internen Ressourcenverbrauch. Soweit technisch möglich und wirtschaftlich vertretbar, reduzieren wir unseren Ressourcenverbrauch kontinuierlich.
  • Wir bevorzugen klimafreundliche Mobilitätsformen bei unseren Dienstreisen.
  • Bei der Beschaffung achten wir auf möglichst nachhaltige Produkte und eine umweltverträgliche Bestellweise.
  • Unsere Veranstaltungen gestalten wir sozialverträglich und ressourcenschonend.
  • Die stetige Weiterbildung unserer Mitarbeitenden ist für uns essenziell. Diese unterstützen wir durch ein persönliches Fortbildungsbudget.
  • Wir achten auf eine gesunde Work-Life-Balance, indem wir flexible Arbeitszeitmodelle und Homeoffice-Möglichkeiten anbieten. Durch einen wertschätzenden Umgang miteinander und Sensibilisierungen für das Thema Gesundheit fördern wir das Wohlergehen und die Gesundheit der Mitarbeitenden.
Blick von unten in Mammutbäume auf der Sequoiafarm in Kaldenkirchen am Niederrhein
© Tourismus NRW e.V./Johannes Höhn

Nachhaltigkeit im Tourismusland Nordrhein-Westfalen

In Nordrhein-Westfalen gibt es bereits eine Vielzahl von Initiativen und Projekten, die sich für eine nachhaltige Entwicklung des Tourismus einsetzen, von einzelnen Unternehmen bis hin zu ganzen Regionen. Unter anderem ist die Nordeifel als „Nachhaltiges Reiseziel“ zertifiziert und auch der insbesondere für sein Wintersport-Angebot bekannte Ort Winterberg trägt das renommierte Siegel von TourCert.  

Einen weiteren Schub wird der nachhaltige Tourismus durch den von der Landesregierung gestarteten Projektaufruf „Erlebnis.NRW“ im Rahmen des EFRE/JTF-Programms NRW 2021 – 2027 erhalten.  Mit seiner Hilfe soll der Tourismus im Land krisenfest und nachhaltig aufgestellt werden und dabei auch die Chancen der Digitalisierung nutzen. Insgesamt sind Investitionen in Höhe von 120 Millionen Euro vorgesehen. 

Neuigkeitenzum Thema Nachhaltigkeit im Tourismusland NRW

NRW-Stand auf der ITB 2019
© Bildschön

Wie Tourismus NRW auf Nachhaltigkeit bei Messen und Veranstaltungen achtet

Nachhaltigkeit spielt bei Tourismus NRW eine immer wichtigere Rolle. Zwei Mitarbeiterinnen berichten, an welchen Stellschrauben bei Messeauftritten gedreht wird und wo sie an Grenzen stoßen.

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Blick ins Innere und auf die blau schimmernde Kuppeldecke der Tonhalle in Düsseldorf
© Tourismus NRW e.V./Johannes Höhn

Tonhalle Düsseldorf verbindet Konzerterlebnis und Nachhaltigkeit

Bei jedem Konzert der Reihe „Green Monday“ wird ein Nachhaltigkeitsthema beleuchtet und eine konkrete Maßnahme auf ihre Konzerttauglichkeit getestet.

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Sonderstand zum Thema nachhaltige Messeteilnahme bei der Euroshop 2023 in Düsseldorf
© Messe Düsseldorf/Constanze Tillmann

Auf dem Weg zum klimaneutralen Messestandort: Was nordrhein-westfälische Messen tun

Messen stehen vor großen Herausforderungen, wenn es um das Thema Nachhaltigkeit geht. Doch in den vergangenen Jahren hat sich bereits viel getan, wie ein Blick auf die Messen in Düsseldorf und Essen zeigt.

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Ferienwelt Winterberg erfolgreich re-zertifiziert

2019 wurde die Ferienwelt Winterberg mit Hallenberg als erste Tourismusdestination in NRW als "Nachhaltige Tourismus-Destination" zertifiziert. Nun erhielt sie die Re-Zertifizierung.

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Blick über Bonn und den Rhein von der Aussichtsplattform Skywalk aus
© Tourismus NRW e.V./Johannes Höhn

Landesverband will Tourismus in NRW transformieren

Gutachter empfehlen zwei Projekte des Tourismus NRW zu den Themen Nachhaltigkeit und KI zur Förderung.

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Nachhaltigkeitssiegel für fünf Eifeler Betriebe

Zum Abschluss des europaweiten Tourismusprojekts „European Tourism Going Green 2030“ (ETGG) wurden fünf Eifeler Betriebe mit einem Nachhaltigkeitssiegel ausgezeichnet. Die Eifel war neben Ostbayern deutsche Pilotregion des Projekts.

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Lilafarbene Blumen auf einer Wiese am Niederrhein
© Tourismus NRW e.V./Holger Hage

Tourismusentwicklung und Nachhaltigkeit

Tourismus-NRW-Geschäftsführerin Dr. Heike Döll-König spricht im Interview mit dem Fachdebattenportal Meinungsbarometer.info über Entwicklungen und Herausforderungen.

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Zwei Mitarbeiter des Tourismus NRW bei der Vorstellung der Ökoprofit-Halbzeitbilanz. Auf einer Powerpoint-Präsentation steht: Ökoprofit-Prozess
© Tourismus NRW e.V.

Tourismus NRW zieht Ökoprofit-Zwischenbilanz

Bei einer Veranstaltung stellte der Verband seine bereits umgesetzten und geplanten Maßnahmen vor. Im November soll dann die Zertifizierung erreicht sein.

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Beleuchtete Ofenrohre auf Zollverein in Essen
© Tourismus NRW e.V./Johannes Höhn

Kultureinrichtungen machen sich auf den Weg zur Klimaneutralität

Nachhaltigkeit bestimmt auch das Handeln vieler Kultureinrichtungen in Nordrhein-Westfalen. Einige, wie das Unesco-Welterbe Zollverein in Essen, stehen dabei aufgrund des Denkmalschutzes vor besonderen Herausforderungen. Doch auch kleine Maßnahmen zeigen oft schon große Wirkung.

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Sauer- und Siegerland wollen nachhaltige Reiseziele werden

Die beiden touristischen Regionen streben eine entsprechende Zertifizierung von TourCert an.

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Teilnehmende und Publikum des tourismuspolitischen Town Hall Talks des Tourismus NRW am Rande der ITB 2023 in Berlin
© Tourismus NRW e.V./Finn Waldherr

Tourismusbeauftragter Janecek sagt Branche Unterstützung beim nachhaltigen Umbau zu

Angesichts des Klimawandels steht die Tourismusbranche vor einer tiefgreifenden Transformation. Auf einer Veranstaltung des Tourismus NRW am Rande der ITB diskutierten Branchenvertreter und Politiker:innen über die anstehenden Herausforderungen.

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Maritim will Klimaschutz verstärken

Unter anderem sollen für alle deutschen Häuser der CO2-Fußabdruck ermittelt und individuelle Maßnahmenkataloge abgeleitet werden. Ein neugeschaffener Beirat soll sich zudem um die Bereiche Umwelt, Soziales und nachhaltige Unternehmensführung kümmern.

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Blick über den Biggesee im Sauerland
© Tourismus NRW e.V.

Landstrom für Personenschifffahrt in NRW

Um Personenschiffe künftig klimafreundlich mit regenerativ erzeugtem Strom versorgen zu können, sollen in NRW mehr Landstromanlagen gebaut werden. Für die Errichtung solcher Anlagen am Bigge-, Henne- und Sorpesee überreichte Klimaschutzministerin Mona Neubaur einen Förderbescheid über 700.000 Euro.

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Die Sonne spiegelt sich im Rursee in der Eifel.
© Tourismus NRW e.V./Dominik Ketz

Nordeifel als nachhaltiges Reiseziel zertifiziert

Die Nordeifel hat die TourCert-Zertifizierung geschafft. Außerdem erreichte Nordeifel Tourismus das Finale des aktuell laufenden DTV-Bundeswettbewerbs „Nachhaltige Tourismusdestinationen“.

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Ein Snowboardfahrer springt im Skikarussell Altastenberg über einen schneebedeckten Hügel.
© Wintersport-Arena Sauerland

Klimaverträglich Skifahren: Was nordrhein-westfälische Akteure tun

Wintersport und Klimaverträglichkeit scheint für viele auf den ersten Blick ein Widerspruch zu sein. Doch Skihallen und -gebiete in NRW haben viel für die Verbesserung der Öko-Bilanz getan. Und sie planen weitere massive Anstrengungen.

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Tourismus NRW auf dem Weg zur Ökoprofit-Zertifizierung

Tourismus NRW will nachhaltiger werden. Dafür nimmt der Verband am Ökoprofit-Programm teil und strebt eine entsprechende Zertifizierung an.

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Innovationsverbund am Airport Münster/Osnabrück

Am Flughafen Münster/Osnabrück hat sich ein Innovationsverbund zusammengeschlossen, dessen Ziel die Weiterentwicklung einer klimaverträglichen Mobilität ist.

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Detailaufnahme eines Steuerungsrades mit Druckanzeige einer historischen Maschine im LWL-Industriemuseum Henrichshütte in Hattingen
© Tourismus NRW e.V.

Newsroom

Der Newsroom des Tourismus NRW bündelt Pressemitteilungen, Branchennews, Stories und weitere Inhalte.

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Blick von unten in Mammutbäume auf der Sequoiafarm in Kaldenkirchen am Niederrhein
© Tourismus NRW e.V./Johannes Höhn

Hilfestellungen für touristische Akteure

Der nachhaltige Umbau stellt alle Akteure im Tourismus vor Herausforderungen, vom Betrieb bis zum Destinationsmanagement. Inspirierende Vorbilder sind daher ebenso nötig, wie gezielte Hilfestellungen in Form von Leitfäden oder auch Förderungen. Im Folgenden haben wir Good-Practice-Beispiele, praktische Tipps und weitere hilfreiche Informationen zusammengestellt, die den Weg zu mehr Nachhaltigkeit erleichtern sollen.

Wie machen es andere?

Oft ist es das Beispiel anderer, das uns motiviert und zeigt, dass Veränderungen möglich sind. Und gerade beim Thema Nachhaltigkeit ist es sinnvoll, voneinander zu lernen. Denn das Ziel ist ein gemeinsames Ziel: eine lebenswerte Welt – heute und morgen.  Eine Reihe nachahmenswerter Beispiele aus Deutschland hat die „Exzellenzinitiative Nachhaltige Reiseziele“ unter www.wissensportal-nachhaltige-reiseziele.de zusammengestellt.

Neue Publikationen

Das Thema Nachhaltigkeit dürfte aktuell eines der Themen sein, die Unternehmen am stärksten beschäftigen. Entsprechend gibt es auch immer mehr Publikationen und weitere Hilfestellungen, um Unternehmen auf ihrem Weg in eine nachhaltigere Zukunft zu unterstützen. Tourismus NRW stellt einige neue, hilfreiche Veröffentlichungen vor.  

LabelGuide informiert über Nachhaltigkeitssiegel

Die Schweizer Non-Profit-Organisation fairunterwegs hat einen Tourismus-Labelguide veröffentlicht, der 60 der weltweit 200 existierenden Nachhaltigkeitsgütesiegel beschreibt und bewertet. 

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InfothekLeitfäden, Learnings & co.

Nachhaltigkeit

Klimawandel
Der Tourismus ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor in Nordrhein-Westfalen, er steht jedoch vor großen Herausforderungen: Neben dem Personalmangel oder der Digitalisierung ist es vor allem der Klimawandel, der der Branche neue Antworten abverlangt.  

Blick von unten in Mammutbäume auf der Sequoiafarm in Kaldenkirchen am Niederrhein
© Tourismus NRW e.V./Johannes Höhn

Tourismus und Klimawandel in Nordrhein-Westfalen - Optionen und Perspektiven

Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen
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Auf dem Weg zur Klimaneutralität bis 2045

Wissen und Strategien für Klimaschutz im Tourismus in Deutschland - Themenschwerpunkt Klimaschutze und Nachhaltigkeit.

Herausgegeben durch das Kompetenzzentrum Tourismus des Bundes
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Labelführer im Tourismus

Der Wegweiser durch die Labelwelt - 60 der weltweit 200 existierenden Nachhaltigkeitsgütesiegel werden beschreiben und bewertet.

 Herausgegeben durch die Non-Profit-Organisation fairunterwegs. 
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sELF-cHECKS nACHHALTIGES wIRTSCHAFTENQUALIFIZIERUNGSOFFENSIVE: MICE-MARKT DER ZUKUNFT 

Ein verantwortungsvoller Umgang mit Ressourcen, soziale Verantwortung, Umwelt- und Klimaschutz spielen bei der Wahl eines Veranstaltungsortes eine immer größere Rolle. So bevorzugen VeranstalterInnen von Tagungen, Messen, Kongressen und Events einen Anbieter mit zertifizierten Managementsystemen wie beispielsweise „Fairpflichtet“, „Green Note“ oder „Green Globe“. Gerade kleine und mittlere Unternehmen müssen sich diesen Herausforderungen stellen, um im MICE-Markt der Zukunft Schritt halten zu können. Tourismus NRW hat deshalb eine Qualifizierungsoffensive gestartet und bietet Self-Checks für Leistungsträger der Tagungs- bzw. MICE-Branche an.

In sechs verschiedenen Themenblöcken helfen die Fragestellungen bei der Selbsteinschätzung in puncto Nachhaltigkeit. Ergänzt werden die Self-Checks durch Videos, die den Teilnehmenden Strategien und Maßnahmen vermitteln, wie durch nachhaltiges Wirtschaften Kosten und Ressourcen minimiert werden können.

Management

Nachhaltiges und gleichzeitig erfolgreiches Wirtschaften fängt im Kopf an. Denn nur wer bereit ist, gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen und auch unternehmerisch so handelt, wird heutzutage den Anforderungen seiner Kunden gerecht. Und nur wer sein Engagement auch nach außen (und innen) trägt, wird auf Dauer wettbewerbsfähig bleiben. Zentrale Aufgaben einer Corporate Social Responsibility (CSR) sind deshalb Kommunikation, Planung und Konzeption sowie Zertifizierungen.
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Ökonomie

Der schnelle Profit ist mitunter verlockend. Tatsächlich aber misst sich der mittel- und langfristige Erfolg eines Unternehmens nicht allein an der kurzfristigen Rendite. Vielmehr sichert nachhaltiges ökonomisches Wirtschaften die eigene unternehmerische Zukunft und stärkt zugleich das Gemeinwohl. Wer seinen Beitrag zu einer nachhaltigen wirtschaftlichen Entwicklung leisten will, setzt deshalb in erster Linie auf Lieferanten und Dienstleister aus der Region. So zum Beispiel beim Catering oder beim Verleih von Technik. Auch langfristige Kooperationen und Richtlinien sind wichtig, um ebenfalls ökologisch und sozial verantwortungsbewusste Partner an sich zu binden.
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Ressourcenverbrauch

Klimaschutz geht alle an. Und schon kleine Maßnahmen haben oft eine große Wirkung, um die Nutzung von wertvollen Rohstoffen wie Wasser effizient zu gestalten und die damit verbundenen Umweltbelastungen zu reduzieren. Der verantwortungsbewusste und schonende Umgang mit unseren natürlichen Ressourcen ist deshalb das Kernelement der Nachhaltigkeit, das in jedem Unternehmen leicht umzusetzen ist und sich langfristig auch wirtschaftlich auszahlt.
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Bechaffung, Abfallmanagement, Food & Beverage
 

Jeder tut es jeden Tag. Produkte einkaufen, verwerten und entsorgen. Eigentlich eine Selbstverständlichkeit. Doch mit ein bisschen Aufwand lassen sich auch im Unternehmen im Bereich Materialbeschaffung und Abfallmanagement zahlreiche nachhaltige Verbesserungen – sowohl für die Umwelt, als auch für die eigene Bilanz – einführen. Aber auch energieeffiziente Elektrogeräte, der Kauf von saisonal angebotenen Produkten sowie kurze Transportwege verbessern die CO2-Bilanz. Dies gilt insbesondere beim Catering, bei dem regionale Anbieter mit ökologischen Produkten und einer ausgewogenen Mischung aus vegetarischen und Fleischgerichten für mehr Nachhaltigkeit sorgen.
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Mobilität & Unterkunft

Bis zu 80 Prozent der gesamten CO2-Emissionen von Veranstaltungen wie Tagungen, Messen und Events werden durch die An- und Abreise der Teilnehmer:innen verursacht. Eine Zahl mit Aussagekraft darüber, wie sehr grenzenlose Mobilität die Umwelt belastet. Um ihre Gäste zu motivieren, diese negative Umweltbelastung zu reduzieren und beispielsweise auf öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen, bieten sich Unternehmen der Veranstaltungsbranche vielfältige Möglichkeiten.  Gleiches gilt für die eigenen Mitarbeiter:innen. 
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Soziales

Nachhaltigkeit heißt in erster Linie, ökonomisch und ökologisch zu wirtschaften. Sie setzt aber auch eine soziale Verantwortung des Unternehmens voraus. Was damit gemeint ist, wie sich Unternehmen einbringen können und welchen Mehrwert es für sie hat, wird erklärt an den Beispielen Barrierefreiheit, Gemeinwohl und dem sozial-verträglichen Umgang mit Mitarbeitenden. Zuverlässigkeit, ein fairer und partnerschaftlicher Umgang sowie soziales Engagement in der Region bilden hier die Grundlage, um als Unternehmen seiner gesellschaftlichen Verantwortung nachzukommen und so auch langfristig in einer Stadt erfolgreich zu bleiben.
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Ein Wanderer steht auf einem Felsvorsprung am Walderlebnispfad Saalhausen im Sauerland und blickt über die bewaldeten Hügel.
© Tourismus NRW e.V./Johannes Höhn

Aktiv & Natur

Die Sehnsucht nach Naturerlebnissen, Wander- oder Radtouren ist bei vielen Menschen groß und Nordrhein-Westfalen hat hier vieles zu bieten. 
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Zwei Fauen auf einem Doppel-Sitzer-Fahrrad für Rollstuhlfahrende auf einem Weg am Seeufer in Xanten.
© Kim Lumelius, wheeliewanderlust

Barrierefreier Tourismus

Tourismus NRW rückt das Thema Barrierefreiheit seit Jahren verstärkt in den Fokus. Leitgedanke ist dabei, die Umwelt für alle komfortabel und zugänglich zu gestalten. 
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Drohnenaufnahme von Schloss Moyland in Bedburg-Hau am Niederrhein, umgeben von in rotes Licht getauchten Wäldern und Feldern
© Tourismus NRW e.V./Johannes Höhn

Kultur

Nordrhein-Westfalen ist ein Kulturland. Das Angebot ist riesig – in den Städten, aber auch in den ländlicheren Regionen. 
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