Round Table Naturtourismus, Outdoor & Wellbeing

Der Round Table “Naturtourismus, Outdoor und Wellbeing” diskutiert auf Einladung des Tourismus NRW regelmäßig über unterschiedliche Aspekte und aktuelle Fragestellungen des Aktiv-, Gesundheits- und Naturtourismus. Da die Erkenntnisse auch für Nicht-Beteiligte interessant sind, fasst Tourismus NRW das Wichtigste knapp und übersichtlich als konkrete Tipps zusammen.

Gravelbiken – Wie lässt sich der Trend touristisch nutzen?

Die Verkäufe von Gravelbikes sind in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen, wie eine Umfrage unter Lesenden des Radmagazins „Gran Fondo“ aus dem Jahr 2020 zeigt. Und Gravelbiker:innen sind der gleichen Umfrage zufolge gerne und überdurchschnittlich lange mit dem Rad im Urlaub. Dadurch werden sie aus touristischer Sicht zu einer interessanten Zielgruppe. Tourismus NRW setzte das Thema daher auf die Agenda des Round Tables „Naturtourismus, Outdoor & Wellbeing“ Anfang Mai 2022 und lud die radsportbegeisterte Bloggerin Jule Wagner ein, von ihren Erfahrungen zu berichten. Daneben berichtete die Naturarena Bergisches Land über ihre Erfahrungen aus Anbietersicht.

Die wichtigsten Erkenntnisse aus den Vorträgen und der anschließenden Diskussion:

  • Mit dem Gravelbike lassen sich diverse Untergründe nutzen, geschotterte Wald- und Feldwege ebenso wie Asphalt oder einfache Mountainbike-Trails. Daher müssen für sie keine neuen Wege geschaffen werden.
  • Auch eine Auszeichnung von Wegen ist nicht unbedingt nötig, da bei Gravelbiker:innen das individuelle Erlebnis und das Abenteuer abseits der Hauptwege im Vordergrund stehen. Viele planen ihre Routen daher selbst mithilfe digitaler Tools.
  • Destinationen können aber auch aktiv Routenvorschläge entwickeln und anbieten, denn Gravelbiker:innen lassen sich gerne inspirieren. Wer Vorschläge entwickelt, sollte bedenken, dass Gravelbiker:innen eine eigenständige Gruppe von Radtourist:innen sind, deren Bedürfnisse sich von denen anderer Radelnder unterscheiden. Daher sollte auf sie eigens zugeschnittener Inspirationscontent geschaffen werden.
  • Wer selbst Touren vorschlägt, kann verhindern, dass Wege entgegen ihrer Bestimmung und nur im Einklang mit der Natur genutzt werden.
  • Touren sollten abwechslungs- und abenteuerreich sein, zum Beispiel Ausblicke und Fotopunkte, aber auch Plätze zum Ausruhen bieten.
  • Das Nutzen bestehender Wanderwege ist möglich, allerdings sollte dann für eine gegenseitige Rücksichtnahme sensibilisiert werden.
  • Eine radspezifische Infrastruktur ist wichtig, darunter Schlauchomaten oder Fahrradständer an Aussichtspunkten und POIs.
  • Neben dem Routen- und Radangebot ist auch das weitere Angebot während der Reise wichtig, also beispielsweise eine zeitgemäße Gastronomie oder passende Unterkünfte. Hier bieten sich unter anderem Camping- oder Tekkingplätze sowie „bett+bike“-Betriebe an.

In Nordrhein-Westfalen bieten bereits mehrere Regionen ein Portfolio speziell für Gravelbiker, darunter das Sauerland, das Bergische Land und das Ruhrgebiet. Jule Wagner war für Tourismus NRW mehrere Tage mit dem Gravelbike im Sauerland unterwegs und berichtet hier über ihre Erlebnisse.

Entenfamilie auf dem Rhein im Naturschutzgebiet Himmelgeister Rheinbogen © Tourismus NRW e.V./Johannes Höhn
© Tourismus NRW e.V./Johannes Höhn

Familienfreundliche Radangebote

Auf Nachfrage und aufgrund großer Resonanz der Teilnehmenden zu dem Thema hat sich der Round Table “Naturtourismus, Outdoor und Wellbeing” Ende März 2022 mit dem Thema „Familienfreundliche Radangebote“ beschäftigt. Nach einer kurzen Einführung in die Thematik präsentierte Ruhr Tourismus seine Arbeitsschritte und Überlegungen im Rahmen der „Ruhrtal-Radweg-Charta 2026“, die einen angeregten Austausch einleiteten. Hier die wichtigsten Punkte aus dem Impulsvortrag und der Diskussion:

  • Die Nachfrage nach Radangeboten für Familien steigt in NRW. Daher setzen sich immer mehr Regionen/Destinationen mit dem Thema auseinander.
  • Zeit miteinander verbringen und gemeinsam etwas erleben sind die Motive fürs Radfahren mit der Familie.
  • Die Zielgruppe „Familien“ ist sehr heterogen (unterschiedliches Alter der Kinder, Anzahl der Personen, unterschiedliche Bedürfnisse der Teilnehmenden etc.). All dies gilt es bei der Angebotsgestaltung zu berücksichtigen.
  • Generell gilt es, bei dem Thema die gesamte Customer Journey zu berücksichtigen, von der Inspirationsphase bis zum Vor-Ort-Erlebnis.
  • Beispiele aus dem Bereich Wandern zeigen: Wenn gezielt Angebote für Familien entwickelt und richtig umgesetzt werden, dann zahlt sich das durch eine gesteigerte Nachfrage mit zufriedenen Gästen aus.
  • Um die Zielgruppe überall dort zu erreichen, wo sie (digital) unterwegs ist, sollte von Anfang an eine Anbindung und Ausspielung der Daten über den touristischen Data Hub NRW und andere bestehende Data Hubs in Deutschland mitberücksichtigt werden.
  • Bisher gibt es deutschlandweit keine bekannten Kriterien/Standards zum Thema „Familienfreundliche Radangebote“. Diese wären jedoch für viele Akteure hilfreich und wünschenswert.
Diersfordter Waldsee © Tourismus NRW e.V.
© Tourismus NRW e.V.

CAMPINGTOURISMUS: POTENZIALE UND ZIELGRUPPEN

Campingtourismus boomt – und das nicht erst seit der Corona-Pandemie. Von Jahr zu Jahr steigen die Verkaufszahlen von Reisemobilen und Caravans, Campingplätze verzeichnen eine hohe Nachfrage. Konkrete Zahlen zur Wirtschaftskraft des Caravaningtourismus liefert eine aktuelle dwif-Studie. Auch der Round Table „Natur, Outdoor & Wellbeing“ des Tourismus NRW stellte das Thema am 25. Januar 2022 in den Mittelpunkt. Unter anderem stellte ein Vertreter von „Roadsurfer-Spots“ das Angebot der Stellplatz-Plattform vor. Die wichtigsten Erkenntnisse aus den Vorträgen und Diskussionen:

  • Durch Corona ist die Sehnsucht der Gäste nach Mikroabenteuern, der kleinen Flucht aus dem Alltag, und dem Erleben von Natur weiter gewachsen. Die gesuchte Freiheit und Individualität finden immer mehr Menschen beim Campen – manche Gäste suchen vor allem nach Campingplätzen, andere Gäste insbesondere nach individuellen Stellplätzen.
  • Inwieweit die durch die Corona-Pandemie noch einmal befeuerte Nachfrage nach Campingangeboten nachhaltig gesteigert wurde, bleibt abzuwarten, denn zum Teil waren die Vorstellungen und Ansprüche der camping-unerfahrenen Gäste unrealistisch. Allerdings wurden auch vor Corona schon durch neue Angebote neue Zielgruppen erreicht.
  • Wer das Campingangebot in seiner Destination angesichts der hohen Nachfrage ausbauchen möchte, sollte zunächst eine Bestands- und Potenzialanalyse machen. Wie sieht das Angebot in der Region aktuell aus? Ist es geprägt durch Campingplätze mit traditionellem Angebot? Gibt es kommunale Stellplätze? Finden sich in Stellplatz-Apps bereits Anbieter von individuellen Stellplätzen, die die Tourismusorganisationen noch gar nicht kennen? Ein Dreiklang aus öffentlichen ausgewiesenen Parkplätzen, individuellen Parkplätzen und traditionellen Campingplätzen ist sinnvoll, um unterschiedliche Zielgruppen ansprechen zu können.
  • Das Eintragen von Stellplätzen auf Internet-Plattformen ist ein wichtiges Steuerungsinstrument zur Information und Lenkung von Besuchenden und hilft gegen Wildcamping. Anbietende müssen allerdings dabei auch rechtliche Vorschriften berücksichtigen.
  • Insbesondere das expeditive Milieu, das verstärkt nach alternativen und individuellen Stellplätzen sucht, kann über Plattformen wie Roadsurfer-Spots angesprochen werden.
  • Nordrhein-Westfalen hat als bevölkerungsreiche und zugleich für viele Menschen gut erreichbare Destination großes Potenzial für Camping-Kurztrips.

    Die Marktforschungsabteilung des Tourismus NRW hat im Nachgang zum Round Table ein Dossier zum Thema Camping angefertigt, das Erkenntnisse zum Campingtourismus in Deutschland und speziell Nordrhein-Westfalen aus unterschiedlichen Studien zusammenfasst. 
Wanderer Walderlebnispfad Saalhausen © Tourismus NRW e.V./Johannes Höhn
© Tourismus NRW e.V./Johannes Höhn

Outdoorplattformen im Tourismus

Beim vierten Round Table des Tourismus NRW zum Thema Naturtourismus, Outdoor und Wellbeing am 6. Oktober 2021 beschäftigten sich die Teilnehmer mit der Zusammenarbeit touristischer Akteur:innen mit den großen touristischen Outdoor-Plattformen wie Komoot und Outdooractive. Prinzipiell bewerteten sie diese als gut. Differenzierter gesehen gibt es jedoch durchaus Vor- und Nachteile der Plattformen:

Vorteile:

  • Die Reichweite für den eigenen Content kann durch externe Partner wie die großen Outdoor-Plattformen enorm gesteigert werden.
  • Durch sogenannte Collections ist sowohl bei Komoot als auch bei Outdooractive die gezielte Ansprache spezieller Zielgruppen möglich.
  • Durch eigenen Content ist eine Besucherlenkung möglich, zudem kann die Qualität der Touren und damit das Erlebnis der Gäste gewährleistet werden.
  • Der zusätzlich auf den Plattformen angebotene User generated Content sorgt für Authentizität und Aktualität und schafft Geheimtipps und kostenlose Werbung für die Destinationen.
  • Die Plattformen bieten konkrete Ansprechpartner für die Destinationen.
  • Der Radbereich wird bei Komoot als stärker eingeschätzt.

Nachteile:

  • Content für die Plattformen bereitzustellen, die Qualität zu prüfen und aufrechtzuerhalten, bedeutet finanziellen und personellen Aufwand.
  • Der zusätzlich auf den Plattformen angebotene User generated Content schafft Probleme, wenn sich User nicht an Regeln halten, etwa Touren abseits des Weges durch Naturschutzgebiete einstellen. Auch die Qualität kann unter User generated Content leiden. Beim Thema Naturschutz könnte der gemeinnützige Verein Digitize the Planet Abhilfe schaffen, der viele Akteure aus den Bereichen Outdoor-Sport, Naturschutz und den Destinationen zusammenbringt. Sein Ziel ist die Digitalisierung aller relevanten Vorschriften, einschließlich der Gesetze und lokalen Regeln für die Nutzung in der Natur.
  • Angebotspakete werden teilweise als zu starr wahrgenommen.

Großer Wunsch war zudem eine stärkere Koordinierung der Belange der Destinationen auf verschiedenen Ebenen.

Paddeln auf der Niers Vogelperspektive © Leo Thomas
© Leo Thomas

Nachhaltigkeit im Tourismus

Der dritte Round Table des Tourismus NRW zum Thema Naturtourismus, Outdoor und Wellbeing beschäftigte sich mit dem Thema Nachhaltigkeit im Tourismus und fand als zweiteilige Veranstaltung statt. Am 30. März 2021 stellten vier externe Teilnehmer ihre Nachhaltigkeitsansätze vor: Die DZT berichtete über ihre internen Nachhaltigkeitsbemühungen und Maßnahmen, um Deutschland als nachhaltiges Reiseziel bekannter zu machen.  Winterberg stellte sich als erste Destination in Nordrhein-Westfalen mit Nachhaltigkeitszertifizierung vor und das Hotel Astenkrone zeigte Nachhaltigkeitsansätze auf Leistungsträgerebene auf. Darüber hinaus wurde das Projekt Katzensprung des Verbands der Deutschen Naturparke präsentiert, bei dem es um nachhaltige Produktentwicklung in deutschen Naturparken geht. Im zweiten Teil am 13. April präsentierten Teilnehmer des Round Tables, zu denen Vertreter der Naturparke und Regionen in Nordrhein-Westfalen gehören, weitere Best-Practice-Beispiele aus dem Tourismus.

Einige Erkenntnisse aus den beiden Terminen:

  • Auch aufgrund der Corona-Pandemie ändert sich das Bewusstsein der Gäste. Nachhaltigkeit und bewusstes Reisen werden dadurch wichtiger.
  • Problem im Deutschlandtourismus: Gäste können nachhaltige Angebote nur schwer finden.
  • Nachhaltigkeit beginnt auf der lokalen Ebene bei den Leistungsträgern.
  • Aus Destinationssicht ist es wichtig, die Leistungsträger vor Ort in die Entwicklung hin zur nachhaltigen Destination einzubeziehen.
  • Entscheidend ist, dass Nachhaltigkeit von innen heraus gelebt und umgesetzt wird.
  • Bei der Implementierung nachhaltiger Prozesse und Angebote müssen die individuellen Gegebenheiten eines Unternehmens oder einer Destination berücksichtigt werden.
  • Bereits kleine Anstrengungen auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeit können eine Wirkung erzielen.

Spannende nachhaltige touristische Angebote in Nordrhein-Westfalen, die aktuell geplant sind, sind beispielsweise die Trinkwasserstationen entlang des Ruhrtalradwegs und die Klimaerlebniswelt Oerlinghausen. Ein bereits umgesetztes Angebot für nachhaltiges Reisen im Land sind die Trekkingplätze in der Eifel. Außerhalb Nordrhein-Westfalens liegende Best-Practice-Beispiels sind beispielsweise Klima Arena Sinsheim, die GreenLine Hotels, das nachhaltige Konzept der Stadt Wien, das Bio- und Nationalpark Refugium Schmilka in Sachsen oder allgemein Tiny Houses, die sich auf das Nötigste beschränken und daher nur wenig Platz benötigen.

Tourismus NRW hat diverse E-Learning-Videos zum Thema Nachhaltigkeit erstellen lassen, die Unternehmen auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeit in unterschiedlichen Bereichen unterstützen. Zu finden sind die Videos in der Infothek des Tourismus NRW e.V.

Sequoiafarm Kaldenkirchen Niederrhein © Johannes Höhn
© Johannes Höhn

Digitale Anwendungen im Natur- und Aktivtourismus

Der zweite Round Table des Tourismus NRW zum Thema Naturtourismus, Outdoor und Wellbeing am 2. Dezember 2020 beschäftigte sich mit dem Thema digitale Anwendungen. Ruhr Tourismus stellte dabei einen digitalen Leitfaden zur Römer-Lippe-Route, der Nationalpark Eifel zeigte Beispiele für die digitale Erhebung und Auswertung von Daten im Nationalpark. Einige Erkenntnisse aus den Präsentationen:

  • Digitale Anwendungen für Radwege bieten Mehrwerte, im Vordergrund sollte aber trotzdem weiterhin das Radfahrerlebnis selbst stehen.
  • Digitale Dienste können über das Smartphone angeboten werden, sodass keine technischen Leihgeräte nötig sind. Allerdings muss gleichzeitig bedacht werden, dass Basisinfos auch anderweitig zur Verfügung stehen sollten, da ein Teil der Gäste über kein Smartphone verfügt.
  • Open Data und die Beteiligung vieler Einrichtungen und Anbieter ist Voraussetzung dafür, dass Gästen umfangeiche und aktuelle Informationen zur Verfügung gestellt werden können.
  • Im Radtourismus dominieren aktuell Informationsangebote wie Wettervorhersagen, Routenführung, Informationen zu Gastbetrieben etc. Weiterführende Angebote wie Virtual Reality oder Spiele werden aktuell wenig angeboten und nachgefragt. Ein Boom wird hier jedoch erwartet.
  • Besucherzahlen, die erfasst werden, können sowohl zur Besucherlenkung als auch zur Optimierung des Personaleinsatzes genutzt werden.
  • Um Besuchszahlen zu steuern, kann mithilfe digitaler Anwendungen über die aktuelle Nachfrage informiert werden, sodass Gäste gegebenenfalls frühzeitig alternative Orte ansteuern können. Dadurch wird Frust bei Einheimischen und Gästen durch überfüllte Wege oder Einrichtungen, zugeparkte Straßen sowie lange Wartezeiten vorgebeugt. Um für bessere Auslastung in weniger beliebten Zeiten zu sorgen, können zudem empfehlenswerte Besuchszeiten angegeben werden.
  • Mithilfe digitaler Anwendungen können auch Besuchszahlen abgeschätzt und anhand dessen Routings angepasst werden.
  • Über digitale Anwendungen können Gäste in das Wegemanagement eingebunden werden. Ideal ist dabei eine Lösung, die Mängelmeldungen direkt von unterwegs erlaubt.
Panarbora Baumwipfelpfad © Tourismus NRW e.V.
© Tourismus NRW e.V.

Naturtourismus in Corona-Zeiten: Möglichkeiten der Besucherlenkung

Beim ersten Round Table des Tourismus NRW zum Thema Naturtourismus, Outdoor und Wellbeing am 19. Mai 2020 beschäftigten sich die Teilnehmer, darunter Vertreter der Naturparke und Regionen in Nordrhein-Westfalen, mit dem Naturtourismus und hier insbesondere der Besucherlenkung in Corona-Zeiten. Dabei kamen die Teilnehmer zu dem Ergebnis, dass es verschiedene Möglichkeiten der Besucherlenkung gebe und jede Destination und Einrichtung die für sie passenden Möglichkeiten herausfinden und nutzen sollte. Hier einige Anregungen, welche Möglichkeiten bestehen:

  • In einem ersten Schritt muss das Problem erkannt werden: Gibt es zum Beispiel überfüllte Wanderwege oder Menschen, die beim Baden am See die Abstände nicht einhalten (können)?
  • Wo es möglich ist, können Beschränkungen der Besucherzahlen helfen, die beispielsweise durch Parkplatztickets an Wanderparkplätzen oder Aufsichtspersonal an Badeseen gesteuert werden.
  • Auch Einbahnstraßenlösungen wie etwa am Dortmunder Phoenixsee sind möglich, um Besuchern das Abstandhalten zu erleichtern.
  • Bei besonders beliebten Angeboten muss auch eine Schließung in Betracht gezogen werden, um zu große Menschenmengen zu verhindern.
  • Für Entzerrung der Besucherströme sorgen Alternativangebote, die neu geschaffen oder auch nur offensiv kommuniziert werden müssen. Die Alternativangebote sollten Besucher dabei von Hotspots zu unbekannteren Angeboten umlenken.
  • Teilweise reicht der Platz beispielsweise auf Wanderwegen für unter Gesundheitsaspekten sichere Besuche aus, allerdings fehlt die nötige Infrastruktur, um mehr Menschen als in normalen Zeiten den Besuch zu ermöglichen. Hier sind Überlegungen zur Schaffung zusätzlicher Parkangebote sinnvoll, beispielsweise auf einem örtlichen großen Parkplatz eines Unternehmens.
  • Für alles gilt: Einschränkungen, besondere Vorgaben, Alternativangebote oder auch neue Services müssen kommuniziert werden. Besucher müssen bereits bei der Planung ihres Ausflugs/ihrer Reise wissen, was sie erwartet, um Enttäuschungen zu verhindern bzw. um entsprechende Vorkehrungen treffen zu können.
  • Welche Prozesse auch immer entwickelt werden – sie sollten beobachtet und analysiert werden, um aus ihnen für die Zukunft zu lernen. Dabei ist ein Rückblick mit allen Stakeholdern und die Klärung der Fragen nötig, was geklappt hat und was nicht.
  • Für die Analyse, aber auch den aktuellen Betrieb, ist ein funktionierendes Datenmanagement wichtig. So können beispielsweise Auslastung und Besucherströme beobachtet und wichtige Daten etwa zu Einschränkungen oder geeigneten Besuchszeiten an Besucher weitergegeben werden. Im Nachhinein lassen sich Rückschlüsse auf das Funktionieren der Besucherlenkung ziehen.

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