NRW-Wirtschaftsministerin unternimmt touristische Sommertour
Wilde Natur, Großveranstaltungen, actionreiche Aktivangebote, innovative Kulturangebote und herzliche Gastgeber: All das macht das Reiseland Nordrhein-Westfalen aus. Auf einer zweitägigen Sommertour besucht die stellvertretende NRW-Ministerpräsidentin und Wirtschaftsministerin Mona Neubaur touristische Akteurinnen und Akteure, um sich ein Bild über Erfolge und Herausforderungen der Branche zu machen.
„Nordrhein-Westfalen ist ein Gefühl, das man immer wieder neu entdecken kann: lebendige Städte, beeindruckende Natur, kulturelle Vielfalt und Menschen, die mit Leidenschaft Gastgeber sind. Der Tourismus verbindet wirtschaftlichen Erfolg mit Lebensqualität: Er stärkt unsere Wirtschaft, schafft Arbeitsplätze und sorgt für Wertschöpfung. Deshalb investieren wir weiter in attraktive Reiseziele, gute Infrastruktur und nachhaltige Angebote in allen Regionen unseres Landes“, erklärt die Ministerin.
Die Reise führt Neubaur am 21. und 22. Juli ins Rheinland und ins Münsterland. Am ersten Tag stehen dabei Besuche auf der Landesgartenschau Neuss und im Neanderthal Museum mit dem angrenzenden Eiszeitlichen Wildgehege sowie Wasserski fahren in Langenfeld auf dem Programm. Am zweiten Tag geht es ins Zwillbrocker Venn, wo die nördlichste Flamingo-Brutkolonie der Welt lebt, auf den nachhaltigen Hof Grothues-Potthoff in Senden und zum Halterner Stausee.
Tourismus ist starker Wirtschaftsfaktor
Der Tourismus ist für Nordrhein-Westfalen ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Einer aktuellen DIW-Econ-Studie zufolge gaben Reisende 2024 rund 46 Milliarden Euro in NRW aus. Der Tourismus sicherte damit direkt und indirekt rund 483.000 Arbeitsplätze.
Bei den Übernachtungszahlen liegt NRW unterdessen erneut auf Rekordkurs. Nachdem in den vergangenen beiden Jahren bereits Höchststände erzielt wurden, verbuchte die offizielle Statistik des Statistischen Landesamts IT.NRW in den ersten vier Monaten 2026 ein weiteres Plus: So kamen die meldepflichtigen Betriebe mit mindestens zehn Betten oder zehn Stellplätzen auf 7,5 Millionen Gäste und 16,5 Millionen Übernachtungen. Bei den Gästen entsprach das einem Zuwachs von 7,1 Prozent, bei den Übernachtungen war es ein Plus von 4,6 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Vor allem aus dem Ausland gab es dabei kräftiges Wachstum.
„Die aktuellen Gäste- und Übernachtungszahlen zeigen, dass Nordrhein-Westfalen als Reiseziel weiter boomt. Dieses Wachstum ist zugleich ein gemeinsamer Auftrag: Angebote, Infrastruktur und Qualität müssen so weiterentwickelt werden, dass Betriebe, Gäste und Regionen langfristig davon profitieren“, erklärt Dr. Heike Döll-König, Vorstandsvorsitzende des touristischen Landesverbands Tourismus NRW.
Rund 80 Prozent der Gäste in Nordrhein-Westfalen kommen aus Deutschland, 20 Prozent reisen aus dem Ausland an, vor allem aus den Niederlanden. Laut einer aktuellen Untersuchung zum inländischen Markt ist der Anteil der Urlaubsreisen im Vergleich zur Vor-Corona-Zeit deutlich gestiegen. Während die Zahl der Businessreisen zurückging, legten mehrtägige Urlaubsreisen zwischen 2019 und 2025 um 40 Prozent zu.


