Search:Ideas - Tourismus, Daten und Digitalisierung weiterdenkenHackathon 

Ziel des ersten Hackathons Search:Ideas war es, Leitideen oder Strategien zu entwickeln, um künftige Digitalisierungsprojekte und Datenmanagement erfolgreich gestalten zu können. 

Ob digitalisierte Friedhöfe oder eine Plattform zur Bekämpfung des Personalmangels im Tourismus: Der Hackathon des Tourismus NRW zur Generierung zukunftsweisender Ideen für die Digitalisierung im Tourismus hat viele spannende Ansätze hervorgebracht. Drei von ihnen wurden von den Teilnehmenden aus ganz Deutschland und den Niederlanden als besonders vielversprechend ausgewählt.  

ProjektideenSearch:Ideas

Der erste Hackathon des Tourismus NRW Search:Ideas zur Generierung zukunftsweisender Ideen für die Digitalisierung im Tourismus hat viele spannende Ansätze hervorgebracht. Alle Ideen addressieren aktuelle Herausforderungen im Tourismus und bieten spannende interaktive, digitale Lösungen. Wir möchten uns bei allen Teilnehmenden bedanken, die kreativ mitgearbeitet und in nur knapp drei Stunden so vielseitige Ideen entwickelt haben.

Heimatgeschichten

1. Platz

Die vom Plenum in einer anonymen Abstimmung auf Platz 1 gewählte Projektidee "Heimatgeschichten" schafft Synergien zwischen den Bewohner:innen und Gästen Nordrhein-Westfalens. Heimatgeschichten wurde von Eva Schiemann, Sabine Link, Frank Wittwer, Holger Mügge, Rouven Sabellek und Viktor Waal entwickelt. Die Gruppe aus Bereichen der Landschaftsarchitektur, Kulturführungen, AR-Entwicklung, Veranstaltungswirtschaft und Gamification konnte durch ihren cloud-basierten Social-Sharing Ansatz überzeugen. Über Sprachnachrichten können Menschen Geschichten zu Orten (in ihrer Heimat) erzählen sowie Bildmaterial mitliefern, damit für Bewohner:innen und Gäste gleichermaßen eine attraktive, historische Landkarte entsteht. Diese gilt es dann durch AR-Anwendungen und Gamification-Elemente zu entdecken. Ein automatisierter Chatbot übernimmt die Sammlung von Meta-Daten und kommuniziert mittels KI mit den Nutzer:innen. 

Toougle

2. Platz

Seit die Tourismusbranche nach den Einschnitten durch die Corona-Pandemie wieder anläuft, ist der Fachpersonalmangel eines der meist diskutierten Themen. Lena Helleisz, Patrick Pott und Frank Thiel haben festgestellt, dass in Gastronomie und Hotelllerie kaum digitale Lösungen zur Bekämpfung des Personalmangels zu finden und zu nutzen sind.  

Mit Toougle und einem verdienten zweiten Platz würden die Drei eine Wissensplattform mit Best Practices und Tutorials zur Fortbildung und zum Austausch untereinander anbieten. Dies würde Anreize schaffen, den Digitalisierungsgrad von Unternehmen zu erhöhen. Anders als die klassischen Suchmaschinen soll Toougle auf den Tourismus  und vorhandene Systeme zugeschnitten sein und Informationen beinhalten, die für die gesamte Branche von Interesse sind. Eine übergeordnete Institution, bestehend aus den LMOs und der DZT, soll die Anwendung betreiben, sodass sich kein Privatkonzern einkaufen und seine Inhalte pushen kann. An Toougle können auch die Data Hubs der Bundesländer angebunden werden und Inhalte liefern.

Friedhofsgeflüster

3. Platz

Der dritte Platz führt uns an Orte, die bis dato nicht allen als touristisch wertvoll erschienen. Friedhöfe sind aber die heimlichen Geschichtshüter. Das dachten sich auch Stefan Schumacher (ehemaliger urbanana-Award Gewinner), Maksymilian Hutyra sowie Christian Stührung und Sebastian Kaiser. Friedhöfe sind nicht nur als POI in der Datenwelt noch recht unerschlossen, sondern auch im echten Leben. Und wenn Personen Friedhöfe besuchen, kommen sie oftmals schwer an Informationen. "Friedhofsgeflüster NRW - Große Persönlichkeiten, spannende Geschichten" ist ein Projekt und eine Anwendung, die für Hinterbliebene, Unternehmen und auch Tourist:innen den Friedhof zum Erlebnisort macht, das Serviceangebot erweitert und auch die Möglichkeit gibt, das Andenken von Verstorbenen zu bewahren. Hier kann die Friedhofsdatenbank um Daten aus dem Data Hub NRW, Wikipedia, Heimat- und Kulturvereinen uvm. erweitert und ein digitaler Friedhofsplan zur Kommunikationsplattform werden.  

Durch die digitale Erweiterung eines analogen Grabes um Augmented Reality (Fotos, Informationen, virtueller Grabkerze) wird ein ganz neuer Daten-Use-Case geschaffen.

Neu.Wald

In Sachen Nachhaltigkeit müssen Tourismus- und Digitalwirtschaft Hand in Hand arbeiten. So auch bei Search:Ideas: Als Vertreter:innen der Tourismuswirtschaft arbeiteten Jürgen Fischbach, Lando Sinkel und Petra Panske intensive drei Stunden zusammen mit Mario Sander, Christian Wittrich und Matthias Wunderlich als Technologiepartner und entwickelten die Projektidee und Datenstrategie "Neu.Wald".  Hier sollen die sicheren touristischen Radrouten in einer App eingebunden werden, mit der Nutzer:innen zur Aufforstung und Renaturierung von Wäldern durch Radfahren beitragen können. Features wie ein eigenes Profil, Merklisten für Lieblingsrouten, eine Übersicht der gepflanzten Bäume, ein CO² Konto bzw. Rechner für zurückgelegte Kilometer auf sicheren touristischen Radrouten werden ergänzt um einen Wissensbereich zum Thema Nachhaltigkeit und den heimischen Wäldern. Durch ihre Nutzungsprofile, Wegedaten und Schadenerfassungen liefern die App-Nutzer:innen hilfreiche Big Data, die durch die touristischen Daten ergänzt werden können. Förster können sich ebenfalls Konten erstellen und mit den Radfahrenden in Kontakt treten oder Waldgenoss:innen werben, damit diese die Nutzung des Waldes mitbestimmen können. Eine rundum gelungene Idee frei nach dem Motto: Welt verbessern, Klima verbessern, Rad fahren.

The All Inclusives

"The All Inclusives", das sind Monika Agata-Linke, Tim Schild, Peter Petersen, Urs Pospischil und Joel Oulhaj. Die Gruppe sieht großes Potenzial im Ausbau der barrierefreien Informationsbeschaffung und geht das Problem von Mehrsprachigkeit, Inhalten, unvollständigen oder nicht zuzuordnenden Datensätzen mit einem Data-Crawler (InclusiveCrawler) an. Dieser durchsucht und kategorisiert die Datensätze, um sie im Anschluss bestimmten Sinneseindrücken zuzuordnen. Die Verknüpfung mit Sinnesbarrieren findet dann über ein KI-Benachrichtigungssystem an die DMO statt. Ebenfalls können Endnutzer über Filterfunktionen ihre angezeigten Informationen einschränken und somit barrierearmer gestalten.

Data Booster

Der "Data Booster - Vom Kirchturm zum Leuchtturm" bietet eine kreative Motivationsstrategie zur Datenpflege. Kathrin Peters, Nadine Wojcik, Susanne Bleibel, Richard Hunkel, Andreas Kube und Max Wallasch arbeiten täglich daran, weitere touristische Datensätze zu generieren, mit Leistungsträgern im Austausch zu stehen, den Mehrwert von offenen Daten zu erläutern und somit die Leistungsbereitschaft für Datenpflege zu erhöhen. Es handelt es sich also nicht um ein lokales, sondern ein globales Problem, welches mit dem Data Booster gelöst werden soll. Sein Ziel: Nutzen aufzeigen, Anreize, Motivation und Verständnis schaffen. Das Tool ermöglicht eine einfache Überprüfung der Datenqualität und gibt den Datenpflegenden anhand eines Scores und Ranking einen Überblick über den Status quo. Zudem wird den Datenpflegenden, auf Basis einer KI, vorgeschlagen, wie der Datensatz schnell und einfach verbessert werden kann.  Die Mehrwerte werden sich nicht nur auf die Motivation der Datenpflegenden auswirken, sondern auch eine deutlich verbesserte User-Experience bei Bewohner:innen und Gästen gewährleisten, eine einheitliches Datenverständnis mit sich bringen, eine technische und somit objektive Auswertung ermöglichen und schlussendlich auch einen wirtschaftlichen Zugewinn durch höhere Reichweiten des touristischen Angebotes bedeuten. 

Pitches der projektteamsSearch:Ideas

ImpressionenSearch:Ideas

Teilnehmende des 1. Hackathons des Tourismus NRW winken in die Kamera.
Teilnehmende des Hackathons
Drei Gruppen von Menschen halten Schilder mit "1. Platz", "2. Platz" und "3. Platz" hoch. Es handelt sich dabei um die Teams mit den besten Ideen beim 1. Hackathon des Tourismus NRW.
Gewinnerteams
Hackathon Search:Ideas
Zusammenarbeit in Teams
Hackathon Search:Ideas
Gruppenfindung
Hackathon Search:Ideas
Spannende Impulse im Plenum
Blick in die ehemalige, mit rotem und violettem Neonlicht beleuchtete Fabrikanlage des heutigen Unesco-Welterbes Zollverein in Essen. © Tourismus NRW e.V./Johannes Höhn
© Tourismus NRW e.V./Johannes Höhn

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