Mitarbeitende binden und neue finden

Vier-Tage-Woche, Umbau der Unternehmenskultur und Gewinnbeteiligung, Digitalisierungeine Akademie für Auszubildende und sogar Sponsoring von Tattoos: Die Tourismusbranche zeigt sich derzeit erfinderisch und geht neue Wege, um Mitarbeitende zu halten und neue zu gewinnen. 

Denn kaum eine Branche ist coronabedingt so vom Arbeits- und Fachkräftemangel betroffen wie das Hotel- und Gastgewerbe. Allein im vergangenen Jahr verließen bundesweit 215.000 Fachkräfte die Tourismusbranche und wechselten in andere Branchen wie beispielsweise in den Verkauf oder die Logistik. Auch die Zahl der Auszubildenden geht weiter zurück. Jüngsten Zahlen der Bundesanstalt für Arbeit zufolge waren im Sommer bundesweit und branchenübergreifend noch 182.000 Ausbildungsplätze unbesetzt. 

Mit unterschiedlichsten Ideen gehen die Betriebe nun diese Herausforderung an, die der Branche einer Dehoga-Umfrage zufolge neben den steigenden Energiekosten das meiste Kopfzerbrechen bereitet. Zumal sich auch im Hotel- und Gastgewerbe die Ansprüche der Mitarbeitenden in den letzten Jahren gewandelt haben. Ein attraktives Arbeitsumfeld ist mindestens ebenso wichtig wie eine angemessene Bezahlung, Wertschätzung und Wir-Gefühl. 

Besonderes Augenmerk legen die Betriebe aktuell darauf, ihre Mitarbeitenden zu halten. „Mitarbeiter finden und binden“ lautet denn auch das Konzept der Düsseldorfer Lindner Hotels AG, das bereits zum wiederholten Mal mit einem Hospitality HR Award ausgezeichnet wurde. Neben einem digitalen Talent Management investiert die Hotelgruppe insbesondere in die interne Kommunikation, um die Zufriedenheit der Mitarbeitenden zu fördern. 

35-stunden-woche

Ungewöhnliche Wege geht auch die Hotelkette Ruby. Nachdem sie im Juni bereits eine Recruiting-Kampagne gestartet hatte, in der sie Mitarbeitenden unter anderem die Kostenübernahme von Tattoos anbot, hat sie nun die 35-Stunden-Woche bei gleichem Gehalt (vorher: 40 Stunden) eingeführt und überdies angekündigt, die Mitarbeitenden ab 2023 am Gewinn zu beteiligen. 

Eine aufmerksamkeitsstarke Kampagne hat Düsseldorf Tourismus in diesem Sommer zusammen mit dem Dehoga Nordrhein und der Bundesagentur für Arbeit gestartet. Mit großformatigen, humorvollen Motiven aus bekannten Düsseldorfer Locations wie dem „Füchschen“ oder dem Steigenberger Parkhotel, die direkt mit der Jobplattform verbunden sind, wirbt sie für offene Stellen im Gastgewerbe. 

akademie in planung

Was die Gewinnung nach Nachwuchskräften betrifft, denkt das Hotel Deimann im sauerländischen Schmallenberg schon einen Schritt voraus. Das Unternehmen hat ein umfangreiches Trainings- und Coaching-Programm gestartet, das das Fundament für die Etablierung einer eigenen Akademie bilden soll. Ein Programm zur Förderung von Auszubildenden mit Migrationsgeschichte hat die Deutschlandstiftung Integration (DSI) mit Unterstützung des Dehoga Bundesverbandes und Coca-Cola Europacific Partners aufgelegt. Es trägt den Titel „Ausbildung macht VIELfalt“. 

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