Aktionsplan zum neuen Radgesetz liegt vor

Das nordrhein-westfälische Verkehrsministerium hat den Aktionsplan zum neuen Fahrrad- und Nahmobilitätsgesetz für NRW vorgelegt. Der Plan soll Handlungsschwerpunkte zur Erreichung der Ziele des Gesetzes setzen und alle fünf Jahre evaluiert werden. Tourismus NRW hatte sich intensiv an der Erstellung des Aktionsplans beteiligt und dafür gesorgt, dass auch der Tourismus adäquate Berücksichtigung findet. Nordrhein-Westfalen ist das erste Flächenbundesland in Deutschland, das über ein Radgesetz verfügt.

Unter anderem betont der Aktionsplan nun, dass der Radtourismus in Nordrhein-Westfalen ein starker Wachstumsmarkt sei und durch das Zusammendenken von Radverkehr und Radtourismus wichtige Synergien gehoben werden könnten. Weiter heißt es, dem Tourismus komme in der Stärkung des Wirtschaftsfaktors Rad eine besondere Rolle zu. Die Kommunikation und Bewerbung des radtouristischen Angebotes soll daher weiter ausgebaut werden. Der Radtourismus könne „eine neue Qualität und einen positiven Umgang mit dem Radfahren befördern“. Zur Qualitätssteigerung stellten zertifizierte Radrouten und -regionen ein gutes Mittel dar. Deshalb soll hier darauf hingearbeitet werden, die Zahl der zertifizierten Radrouten und -regionen zu erhöhen.

Als konkrete Maßnahme zur Förderung der Nahmobilität sieht der Aktionsplan zudem unter anderem den Einsatz einer Wissensplattform vor, die einen schnellen Zugriff auf Informationen zum Themenkreis Nahmobilität ermöglicht. Eine solche Plattform biete die Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte, Gemeinden und Kreise in Nordrhein-Westfalen (AGFS NRW) bereits. Zudem wollen Wissenschafts- und Verkehrsministerium gemeinsam eine landeseigene Stiftungsprofessur Radverkehr ausloben, die vorrangig die Planung von Rad- und Fußverkehrsinfrastruktur auch unter Berücksichtigung touristischer Belange lehren soll.

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